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Impressionen

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Auszug aus dem Buch

„Kulturpark Kamptal – Erlesenes und Erlebnisse für Genießer“

Von Mella Waldstein

Altenhof zwischen Stiefern und Plank ist ein Straßendorf. Man würde gedankenlos durchfahren, gäbe es nicht die bemoosten Überreste eine Mühlradsteinbruches und den Heurigen von Christa und Jonny Diewald.

„Johnnyheurigen“ rufen manche Kinder Jonny Diewald, da sie noch nicht wissen, dass „Heuriger“ ein Ort der Einkehr und kein Nachname ist. Johnnyheuriger genießt einen Kultstatus im Kamptal.

Hier treffen sich Künstler und – wenn es dieses Wort noch geben darf – Alternative. Hier kommen jene Menschen zusammen, die seit den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts das Waldviertel bewegen. Johnny Diewald ist ein Aktivist der ersten Stunde. Er begann mit der „Arbeitsgemeinschaft Region Kultur“ Zeichen der Zusammenarbeit zu setzen. „Lebenszeichen hieß auch die Zeitung die er dazu herausgab. Diewald ist Sänger, Liedermacher, Schreiber. Der Kulturverein „Leben in Langenlois“ war politisch gegen ultrarechte Tendenzen tätig. Und da die Kulturarbeit immer notorisch an Geldmangel litt, eröffnete Johnny Diewald das Planker Kulturgasthaus, welches er bis 1991 führte. Damit hatten Künstler, Regionalvereine und Musikgruppen ein Zuhause und durch den Betrieb konnte ihr Engagement auch bezahlt werden. Als er mit seiner Frau den Weinbau der Schwiegereltern übernahm, musste er das Fach erst erlernen. Auf zwei Hektar wächst eine große Vielfalt an Sorten. Die Trauben werden noch mit „Baum und Stein“ in einer Presse aus dem Jahr 1804 verarbeitet. Der größte Teil wird über den Heurigen umgesetzt. Die Küche mischt Traditionelles mit Mediterranem auf gelungene Weise. Und die Kulturarbeit geht nahtlos in den Heurigenbetrieb über. Der Innenhof umschließt eine große Wiese auf der Obstbäume stehen. Über die Felder schweift der Blick zum Kamp und in die Gärten von Altenhof. Da die Diewalds drei große Söhne haben, stehen im Hof genügend Traktore und andere Kinderherrlichkeiten. So ist es bei einem Heurigenbesuch in Altenhof durchaus üblich, dass die Kinder nach vier Stunden dann sagen; „ Nein, wir wollen noch nicht nach Hause gehen.“

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